GEG: Was Sie über die Gebührenordnung für Architekten und Ingenieure wissen müssen
Die GEG, die Gebührenordnung für Architekten und Ingenieure. Auch bekannt als HOAI, ist sie der verbindliche Rahmen, der festlegt, wie viel Architekten, Ingenieure und Planer für ihre Arbeit bekommen – und was Sie als Bauherr wirklich zahlen müssen. Viele glauben, die GEG sei nur ein bürokratisches Dokument. Tatsächlich bestimmt sie, ob Ihr Hausprojekt finanziell aufgeht – oder in teuren Überraschungen endet.
Die GEG ist kein festes Preisblatt, sondern ein System. Sie teilt Bauprojekte in Phasen ein: Von der ersten Skizze bis zur Schlüsselübergabe. Jede Phase hat einen Grundhonorar, der sich nach den Baukosten richtet. Ein Einfamilienhaus mit 250.000 Euro Baukosten? Da liegt das Honorar für einen Architekten typischerweise zwischen 8 und 12 Prozent. Das klingt viel, aber wenn der Planer Fehler vermeidet, sparen Sie oft 50.000 Euro oder mehr. Die GEG sorgt dafür, dass Sie nicht unterbezahlen – und dass der Architekt nicht überteuert. Sie ist ein Ausgleich zwischen Transparenz und Fairness.
Wichtig: Die GEG gilt nicht nur für Architekten. Auch Ingenieure, die für Tragwerksplanung, Lüftung oder Elektroinstallation zuständig sind arbeiten danach. Und wenn Sie einen Energieberater oder Schallschutzgutachter beauftragen? Auch die bezahlen nach der GEG – oder zumindest danach orientieren. Die meisten Bauherren wissen nicht, dass sie für diese Leistungen extra zahlen müssen. Ein Fehler, der oft zu Streit führt. Die GEG schützt Sie, wenn Sie sie richtig nutzen.
Es gibt Ausnahmen. Kleine Projekte unter 50.000 Euro Baukosten können frei verhandelt werden. Aber selbst dann: Wer die GEG kennt, verhandelt besser. Sie wissen dann, was normal ist – und was zu viel. Und wenn Sie Sanierungen planen, besonders bei Denkmalen oder Altbauten, dann ist die GEG Ihr Kompass. Die Planung ist komplexer, die Phasen länger, die Kosten höher – und die GEG sagt genau, wie viel mehr Sie dafür zahlen müssen.
Die GEG ist kein Gesetz, das Sie ignorieren können. Sie ist Ihr Werkzeug. Wenn Sie ein Haus bauen, sanieren oder umbauen, dann ist die GEG der einzige verlässliche Maßstab, der zwischen Ihnen und Ihrem Architekten steht. Sie verhindert Überraschungen. Sie schützt Ihre Budgetplanung. Und sie sorgt dafür, dass Sie nicht für schlechte Planung bezahlen – sondern für klare, dokumentierte Leistungen.
In den folgenden Artikeln finden Sie konkrete Beispiele, wie die GEG in der Praxis funktioniert – von der Kostenkalkulation bei Dachsanierungen bis hin zu den Honorarfallen bei Lärmschutzgutachten. Sie lernen, wann Sie die GEG nutzen müssen, wann Sie verhandeln können, und wie Sie teure Fehler vermeiden – ohne juristischen Hintergrund.
Nach einer Sanierung brauchen Sie den Blower-Door-Nachweis, um Förderung zu bekommen und einen echten Energieausweis zu erhalten. Erfahren Sie, wann er Pflicht ist, wie er funktioniert und was Sie tun müssen, um ihn zu bestehen.