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Stromanschluss Kosten: Was du wirklich zahlen musst für einen neuen Anschluss

Ein Stromanschluss, die physische und rechtliche Verbindung eines Grundstücks mit dem öffentlichen Stromnetz. Auch bekannt als Elektroanschluss, ist er der erste Schritt, bevor du überhaupt einen Herd anschließen oder die Heizung einschalten kannst. Viele denken, der Netzbetreiber reicht dir einen Schlüssel und schon fließt Strom. Doch die Realität ist anders: Die Kosten für einen neuen Stromanschluss variieren stark – von unter 1.000 Euro bis über 10.000 Euro. Warum? Weil es nicht nur um Kabel geht, sondern um Leitungslänge, Bodenbeschaffenheit, Genehmigungen und die nötige Anschlussleistung.

Der Netzbetreiber, das lokale Unternehmen, das das Stromnetz betreibt und den Anschluss genehmigt ist dein Ansprechpartner, aber er bestimmt nicht alle Preise. Die Kosten teilen sich in drei Teile: die Netzanschlusskosten (Leitung vom nächsten Verteilerkasten zu deinem Grundstück), die Anschlussleistung (wie viel Strom du maximal ziehen darfst – 12 kW, 18 kW, 24 kW?) und die technische Ausstattung (Zähler, Sicherungskasten, Erdung). Ein Einfamilienhaus mit 12 kW Anschlussleistung in einer Stadt kostet oft 2.500 bis 4.000 Euro. Auf dem Land, wo die Leitung 200 Meter weit laufen muss, kann es leicht 8.000 Euro werden. Und wenn du in einem Naturschutzgebiet baust? Dann kommt noch ein Umweltgutachten dazu – und das kostet extra.

Was viele nicht wissen: Die Anschlussleistung, die maximale Strommenge, die dein Haus gleichzeitig verbrauchen darf ist entscheidend. Wer hier zu wenig plant, muss später teuer nachrüsten. Wer zu viel wählt, zahlt unnötig für Kapazität, die er nie nutzt. Ein typisches Einfamilienhaus mit Elektroheizung, Wallbox und Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht mindestens 18 kW. Eine kleine Wohnung mit Gasheizung kommt mit 12 kW aus. Und der Stromzähler, das Gerät, das deinen Verbrauch misst und vom Netzbetreiber installiert wird – der ist oft schon im Preis enthalten, aber nur, wenn du ihn bei der Anmeldung anforderst. Vergiss ihn nicht, sonst bekommst du später eine Nachrechnung.

Die gute Nachricht: Du kannst die Kosten beeinflussen. Plane früh, frag nach einem Kostenvoranschlag vom Netzbetreiber, und lass dich nicht von Baufirmen über den Tisch ziehen, die behaupten, sie würden den Anschluss "erledigen“. Der Netzbetreiber ist der einzige, der den Anschluss genehmigt – alle anderen sind nur Dienstleister. Und wenn du gerade ein Haus kaufst: Prüfe vorher, ob der Stromanschluss schon da ist. Ein bestehender Anschluss spart dir oft mehr als 5.000 Euro.

Was du in den folgenden Artikeln findest, sind klare, praktische Erfahrungen von Menschen, die genau das durchgemacht haben: von der Anfrage beim Netzbetreiber bis zur ersten Lampe, die endlich angeht. Keine Theorie. Nur Zahlen, Abläufe und Fehler, die du vermeiden kannst.