ModellDesign Tischlerei

DIN 18015-2: Was Sie über Türen, Barrierefreiheit und Normen wissen müssen

Wenn Sie eine neue Innentür einbauen, dann läuft das nicht einfach nach Gefühl. DIN 18015-2, die deutsche Norm für Innentüren in Wohngebäuden. Sie legt fest, wie breit eine Tür sein muss, wie laut sie sein darf und wie viel Kraft nötig ist, um sie zu öffnen. Das klingt technisch, ist aber ganz praktisch: Ohne diese Regelung würden Türen manchmal zu schmal, zu schwer oder zu laut sein – und das beeinflusst Ihren Alltag direkt.

DIN 18015-2 ist kein Vorschlag, sondern eine Bauvorschrift, die in Deutschland für Neubauten und umfassende Sanierungen verbindlich ist. Sie verknüpft sich eng mit anderen Normen wie DIN 18040, die sich mit barrierefreiem Bauen beschäftigt. Wenn Sie eine Tür für einen Rollstuhlfahrer planen, dann greifen Sie nicht nur auf DIN 18040 zurück – die Anforderungen von DIN 18015-2 gelten trotzdem. Die Breite von 90 cm ist die Mindestvorgabe, aber in der Praxis braucht man oft 100 cm, um wirklich barrierefrei zu sein. Und das ist kein Zufall: Diese Normen arbeiten zusammen, damit Ihr Zuhause nicht nur legal, sondern auch menschenfreundlich wird.

Was viele nicht wissen: DIN 18015-2 sagt auch etwas über den Schallschutz. Eine Tür zwischen Wohnzimmer und Schlafzimmer muss anders sein als eine Tür zur Toilette. Die Norm teilt Türen in Schallschutzklassen ein – von ST1 bis ST3. Wer hier spart, bekommt später einen lauten Flur oder störende Geräusche aus dem Badezimmer. Und wer barrierefrei baut, muss auch die Öffnungskraft prüfen: Maximal 25 Newton, das ist so viel wie ein halber Liter Milch zu heben. Zu viel Kraft? Dann wird die Tür zur Herausforderung für Ältere oder Menschen mit eingeschränkter Kraft.

Die meisten Türen, die heute in München, Berlin oder Köln eingebaut werden, erfüllen diese Norm – aber nicht alle. Manche Handwerker denken, "eine Tür ist eine Tür". Doch wer auf Qualität und Rechtssicherheit setzt, achtet darauf. Und wenn Sie Ihr Zuhause sanieren oder neu bauen, dann ist das kein Luxus – das ist der Standard. Denn eine Tür, die nicht nach DIN 18015-2 gebaut ist, kann später zu Problemen führen: bei der Abnahme, bei der Versicherung oder wenn Sie verkaufen.

In den Beiträgen unten finden Sie konkrete Beispiele, wie diese Norm in der Praxis umgesetzt wird – von der Wahl des richtigen Materials über die Montage bis hin zu den häufigen Fehlern, die Bauherren machen. Ob Sie eine neue Tür planen, eine Sanierung vorhaben oder einfach nur verstehen wollen, warum Ihre Tür so schwer zu öffnen ist: Hier finden Sie die Antworten, die sonst nur der Tischler oder der Bauprüfer kennt.