Baugenehmigung: Was Sie wirklich brauchen, um Ihr Projekt genehmigt zu bekommen
Wenn Sie ein Haus bauen, sanieren oder umbauen, brauchen Sie eine Baugenehmigung, ein rechtliches Dokument, das vom Bauamt erteilt wird und bestätigt, dass Ihr Vorhaben den geltenden Gesetzen und Plänen entspricht. Auch bekannt als Baugenehmigungsverfahren, ist sie der entscheidende Schritt, bevor der erste Stein liegt. Ohne sie drohen Abbruch, Geldstrafen oder sogar eine Baustellensperrung – und das, obwohl viele glauben, ein kleiner Anbau oder eine neue Terrasse sei "nur" eine Eigenheit.
Doch eine Baugenehmigung ist kein Einheitsprodukt. Sie hängt direkt vom Bebauungsplan, einem lokalen Bauregulierungsplan, der festlegt, wie Grundstücke genutzt werden dürfen – etwa in Bezug auf Höhe, Abstände oder Dachform ab. Wenn Ihr Grundstück in einem Denkmalschutzgebiet liegt, muss auch der Denkmalschutz, ein gesetzlicher Schutz historischer Bausubstanz, der oft strengere Regeln als der Bebauungsplan vorschreibt berücksichtigt werden. Und wer in einer dicht bebauten Straße baut, muss sich mit dem Lärmschutzrecht, einem Teil des Immissionsschutzrechts, das Grenzwerte für Lärm, Schwingungen oder Abgase festlegt auseinandersetzen – besonders, wenn Sie eine neue Heizung oder eine große Garage planen. Viele Bauherren scheitern nicht am Geld, sondern an fehlenden Unterlagen oder falsch ausgefüllten Formularen. Ein fehlender Grundriss, eine ungenaue Lageplanung oder ein nicht unterschriebener Antrag reichen aus, um Monate zu verlieren.
Die meisten Anträge scheitern, weil Bauherren glauben, sie könnten die Regeln umgehen – etwa durch "kleine" Umbauten ohne Anmeldung. Doch das Amt prüft nicht nur die Unterlagen, sondern auch die Auswirkungen auf Nachbarn, die Umwelt und die Infrastruktur. Ein neues Fenster, das in die Nachbargrundstücksgrenze schaut, kann ebenso problematisch sein wie ein Dachaufbau, der die Silhouette eines historischen Viertels verändert. Die Baugenehmigung ist kein Hindernis, sondern ein Wegweiser. Sie zeigt Ihnen, wo Sie bauen dürfen, wie Sie es richtig machen und was Sie vermeiden müssen. In der Sammlung unten finden Sie konkrete Beispiele: Wie Sie einen Bauantrag richtig stellen, warum ein Baugrundgutachten oft entscheidend ist, wie der Blower-Door-Nachweis Ihre Energiebilanz beeinflusst und warum ein Lärmschutzgutachten manche Projekte komplett verhindert. Alles, was Sie brauchen, um Ihre Baugenehmigung nicht zu verlieren – sondern zu bekommen.
Umnutzung von Gewerbe in Wohnen ist möglich, aber mit strengen baurechtlichen Hürden verbunden. Erfahren Sie, welche Voraussetzungen gelten, warum viele Anträge abgelehnt werden und wie Sie erfolgreich durch die Genehmigung kommen.